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Kohlenhydrate im Ausdauersport: Der komplette Fueling-Guide

Kohlenhydrate sind der Treibstoff jeder langen Belastung. Dieser Leitfaden bündelt alles Wichtige — wie viel, wann, in welcher Form — und verlinkt für jedes Thema den ausführlichen Artikel. Dein Einstieg in systematisches Fueling.

30–90
g Kohlenhydrate pro Stunde
Je nach Dauer, Intensität und trainiertem Magen
Kurz gefasst
  • Vorher: Glykogenspeicher füllen — bei langen Wettkämpfen per Carb-Loading
  • Während: 30–90 g Kohlenhydrate pro Stunde, je länger und intensiver desto mehr
  • Glukose-Fruktose-Mix (2:1) ermöglicht die hohen Mengen über 60 g/h
  • Nachher: Speicher zügig wieder auffüllen für die nächste Einheit
  • Immer im Training erproben — der Magen lässt sich trainieren

Wie viele Kohlenhydrate braucht man im Ausdauersport?

Bei Belastungen von 1 bis 2,5 Stunden sind 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde ideal, bei allem darüber 60–90 g. Die hohen Mengen funktionieren nur mit einem Glukose-Fruktose-Mix, weil der Darm beide Zucker über getrennte Wege aufnimmt. Unter 45 Minuten ist keine Zufuhr nötig — die Glykogenspeicher reichen aus.

Diese Zahlen sind das Fundament des gesamten Fuelings. Die genaue Empfehlung hängt von Belastungsdauer und Intensität ab:

BelastungsdauerKohlenhydrate / StundeForm
Unter 45 min0 g — nicht nötigWasser reicht
45–75 min (intensiv)kleine Mengen / MundspülungGetränk, Schluck Gel
1–2,5 h30–60 gEinzelzucker reicht
Über 2,5 h60–90 gGlukose-Fruktose-Mix nötig

Diese Werte stammen aus der Sportwissenschaft (Jeukendrup, 2014) und gelten für Laufen wie Radfahren gleichermaßen.

Schritt 1: Die richtige Menge bestimmen

Bevor es um Gels und Getränke geht, musst du wissen, wie viel du überhaupt brauchst — sowohl pro Stunde während der Belastung als auch in Gramm pro Kilogramm Körpergewicht im Alltag. Die Grundlagen:

Schritt 2: Vor dem Wettkampf — die Speicher füllen

Die Glykogenspeicher fassen je nach Training rund 400–600 g Kohlenhydrate — genug für etwa 90–120 Minuten intensive Belastung. Vor langen Wettkämpfen lohnt es sich, sie gezielt maximal zu füllen. Das ist die Aufgabe des Carb-Loadings.

Schritt 3: Während der Belastung — clever nachfüllen

Hier entscheidet sich das Rennen. Ab etwa einer Stunde musst du nachfüllen — über Gels, Getränke oder feste Nahrung. Welche Form wann passt und wie du auf die nötige Menge kommst, behandeln diese Guides:

Faustregel zur Aufteilung: Auf 60 g/h kommst du z. B. mit zwei Gels plus einem Kohlenhydratgetränk. Für 90 g/h kombinierst du Gels, Getränk und feste Nahrung — immer im Glukose-Fruktose-Mix und mit ausreichend Wasser.

Schritt 4: Spezialfälle — Berg, Trainingsdaten, Nüchtern

Fueling ist nicht statisch. Steigungen, datenbasierte Steuerung und gezieltes Nüchterntraining verändern die Strategie:

Den Magen trainieren („Train the Gut")

Der häufigste Grund für Magen-Darm-Probleme im Wettkampf sind zu viele Kohlenhydrate, die der Darm nicht gewohnt ist. Die gute Nachricht: Die Aufnahmekapazität lässt sich trainieren. Nimm bei langen Einheiten genau die Mengen und Produkte zu dir, die du im Wettkampf planst — so steigerst du die Toleranz von 40 g/h schrittweise Richtung 90 g/h und vermeidest böse Überraschungen am Renntag.

Dein persönlicher Fueling-Plan

Fuelmetric rechnet all das in einen konkreten Plan um — Kohlenhydrate, Flüssigkeit und Natrium pro Stunde, abgestimmt auf Distanz, Tempo, Körpergewicht und Wetter am Renntag.

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Fazit: Fueling ist ein System, kein Zufall

Gutes Fueling folgt einer klaren Logik: Speicher vorher füllen, während der Belastung 30–90 g pro Stunde im Glukose-Fruktose-Mix nachlegen, danach wieder auffüllen — und alles im Training erproben. Wer diese vier Schritte beherrscht, läuft und fährt nicht mehr gegen die Wand, sondern mit konstanter Energie. Arbeite dich durch die verlinkten Guides, und du hast für jede Distanz die passende Strategie.

Quellen: Jeukendrup A. (2014), A Step Towards Personalized Sports Nutrition: Carbohydrate Intake During Exercise, Sports Medicine. Burke LM et al. (2011), Carbohydrates for Training and Competition, J Sports Sci.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Kohlenhydrate pro Stunde im Ausdauersport?

Bei Belastungen von 1 bis 2,5 Stunden sind 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde ideal, darüber 60–90 g. Voraussetzung für die hohen Mengen ist ein Glukose-Fruktose-Mix, weil der Darm beide Zucker getrennt aufnimmt. Unter 45 Minuten ist keine Zufuhr nötig — die Glykogenspeicher reichen aus.

Was ist der Glukose-Fruktose-Mix?

Glukose und Fruktose werden über verschiedene Transporter aus dem Darm aufgenommen. Kombiniert man sie, typisch im Verhältnis 2:1, lässt sich die Kohlenhydrataufnahme von rund 60 auf bis zu 90 g pro Stunde steigern, ohne den Magen zu überlasten. Fast alle modernen Gels und Sportgetränke nutzen dieses Prinzip.

Ab wann braucht man Kohlenhydrate beim Sport?

Ab etwa 60 bis 75 Minuten Belastung. Darunter reichen die Glykogenspeicher in der Regel aus. Bei intensiven Einheiten oder Wettkämpfen kann schon ab 45 Minuten eine kleine Zufuhr die Leistung stützen. Bei allem über 2,5 Stunden wird die Kohlenhydratzufuhr leistungsentscheidend.

Wie nimmt man 90 g Kohlenhydrate pro Stunde zu sich?

Über eine Kombination aus Quellen: zum Beispiel zwei bis drei Gels plus ein Kohlenhydratgetränk, verteilt über die Stunde. Wichtig sind der Glukose-Fruktose-Mix und ein im Training trainierter Magen. Wer direkt mit 90 g startet, riskiert Magen-Darm-Probleme — die Menge schrittweise steigern.